19.12.2017 | FACTS

Sitzqualität zum Selbstbestimmen

Rückenschmerzen vorbeugen und gleichzeitig so bequem sitzen, wie man es persönlich mag:
Der KÖHL AIR SEAT, ein Zwei-Kammer-Luftkissen, kam in Kombination mit dem Bürostuhl „Anteo Alu“ mit diesem Versprechen in die Testredaktion. Ob er überzeugen konnte?

Wie oft hatten die Redakteure schon Bürostühle in der Redaktion, bei denen die Sitzfläche entweder zu hart oder zu weich war und man es allein deshalb nicht jedem recht machen konnte? Klar: Jeder Mensch ist anders und hat eigene Bedürfnisse – eben auch, was das persönliche Sitzgefühl angeht. Hinzu kommt aber die Tatsache, die allen gemein ist: Wie auch immer die Sitzfläche beschaffen ist, nur wenn sie beziehungsweise der gesamte Stuhl zur Bewegung animiert, kann auch ein Büroarbeiter, der täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbringt, „gesund sitzen“.
Beiden Anforderungen – mit einer einzigen Sitzlösung – gleichzeitig gerecht zu werden, ist nicht einfach, denn die unterschiedlichen dynamischen Drehstühle, die am Markt sind, regen zwar zur Bewegung am Schreibtisch an. Doch das garantiert noch lange kein „bequemes Sitzen“. Beim KÖHL AIR SEAT, den die Redaktion im Test hatte, kam deshalb das Prinzip des Zwei-Kammer-Luftkissens sehr gut an: Hier kann jeder Nutzer die Sitzqualität selbst bestimmen und das Kissen auf sein Körpergewicht einstellen. Wer lieber auf härterem Untergrund sitzt, lässt einfach viel Luft ins Luftkissen. Diejenigen, die es weicher mögen, lassen die Luft so weit heraus, wie es angenehm ist. Je weniger Luft im Kissen ist, desto bewegter sitzt man logischerweise. Doch keiner der Tester hatte zu irgendeinem Zeitpunkt das Gefühl, übermäßig zu schaukeln – im Gegenteil: Man gewöhnt sich schnell an das Sitzen auf dem AIR SEAT – und merkt nach kurzer Zeit schon gar nicht mehr bewusst, dass man eigentlich auf einem „Luftkissen“ sitzt. Das bewegte Sitzen ist hier also kein nerviger Akt mit dem Bewusstsein „Ach ja, ich muss mich ja bewegen“, sondern passiert ganz nebenbei, unbemerkt.

HÄRTEGRAD VARIIEREN
Die Handhabung des AIR SEAT ist dabei sehr simpel: Rechts an der Sitzfläche befindet sich ein speziell markierter Bereich, an dem man über ein Ventil die Luftmenge im Kissen regulieren kann. Sitzt man beim Betätigen des Ventils auf dem Sitz, entweicht Luft aus dem AIR SEAT – der Sitz wird spürbar „wackeliger“ und die Hüfte bewegt sich beim Sitzen sofort mehr als vorher. Wieder Luft zuführen kann man durch Drücken des Ventils, wenn die Sitzfläche nicht besetzt ist. Innerhalb weniger Sekunden ist das Kissen wieder mit Luft gefüllt: Der Sitz wird entsprechend härter und die automatischen Bewegungen lassen etwas nach.
Der KÖHL AIR SEAT lässt sich (auch nachträglich) werkzeuglos in unterschiedliche Stuhlmodelle des Herstellers KÖHL einsetzen. FACTS hat sich für den Test für den „Anteo Alu“ entschieden, der auf den ersten Blick eine sehr hochwertige Optik aufweist – der zweite Blick bestätigt dieses: Durch sauber verarbeitete Nähte, sauber verarbeitete Kanten und durch die Steppung des Polsters sowie die Aluminiumspange im Rücken erhält der Stuhl ein edles Äußeres, das sich im „normalen“ Mitarbeiterbüro genauso gut macht wie in der Chefetage. Zudem weist das Modell eine hohe Stabilität auf: Nichts wackelt, was nicht wackeln soll – der Nutzer kann sich somit sicher aufgehoben und gestützt fühlen.
Alle gängigen Einstellungen (hinsichtlich Sitzhöhe und Sitztiefe usw.) lassen sich intuitiv vornehmen. Der Anpressdruck der Rückenlehne wird durch wenige Drehungen an einem Handrad erhöht oder verringert, der Schiebesitz durch Drücken einer Funktionstaste schnell an die individuelle Beinlänge angepasst. Aus dem Sitzen heraus lässt sich mit beiden Händen auch die Lordosenstütze auf die passende Höhe bringen. Insgesamt ist der „Anteo Alu“ in Sachen Ergonomie und Design eine von der Testredaktion sehr empfehlenswerte Sitzlösung, erst recht in Verbindung mit dem AIR SEAT. (Anna Köster)

FAZIT
Mit dem KÖHL AIR SEAT – in Kombination mit dem „Anteo Alu“ – schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Neben dem hochwertigen Design punkten beide Produkte mit sehr guten ergonomischen Eigenschaften und einem individuell bestimmbaren Sitzkomfort

nach oben
nach unten